Mark Twain und die schreckliche deutsche Sprache
Die erste Begegnung mit Mark Twain hat man meist in Kindertagen. Wer kennt nicht Tom Sawyer, Huckleberry Finn und ihre Abenteuer. Der Autor dieser wunderbaren Geschichte hatte in seinem Leben genauso zu leiden. Er arbeitete als Steuermann auf einem Dampfer um sich finanziell über Wasser zu halten, musste sich seine Allgemeinbildung selbst aneignen und: Er lernte Deutsch. Glaubt man seinem Artikel „Die schreckliche deutsche Sprache“, dann war es die verwirrendste, eigenartigste Reise seines Lebens. Hier ein Auszug aus dem Warum:
„Die Deutschen kennen noch eine weitere Form der Parenthese, die sie herstellen, indem sie ein Verb spalten und die eine Hälfte an den Anfang eines spannenden Kapitels setzen und die andere Hälfte an den Schluss. Kann man sich etwas Verwirrenderes vorstellen? [...] Die deutsche Grammatik ist geradezu übersät mit trennbaren Verben, und je weiter die beiden Teile auseinander gerissen werden, desto zufriedener ist der Urheber des Verbrechens mit seiner Leistung. […] Es erinnert einen an jene Zahnärzte, die sich unser augenblickliches und atemverschlagendes Interesse für einen Zahn sichern, indem sie ihn mit der Zange packen und dann dastehen und lang und breit einen lahmen Witz erzählen, bevor sie zu dem gefürchteten plötzlichen Ruck übergehen. In der Literatur und in der Zahnheilkunde sind Parenthesen schlechter Geschmack.“
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