VIENA....Turismo, risas...y
clases de alemán.
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Wien - Tourismus, Spaß
... und Deutschunterricht
Hallo Magdalena! Ist es wahr, dass du etwas gelernt
und dich aber gleichzeitig wie im Urlaub gefühlt
hast?
Genau das wollte ich machen. Allerdings hatte ich einige
Tage vor der Abreise Zweifel daran, als mir bewusst
wurde, dass ich 6 Stunden Unterricht pro Tag haben würde.
Ich dachte, mir würden wenig Zeit und Lust bleiben,
um meinen Urlaub zu genießen.
Welche Stadt hast du dir für diese interessante
Kombination aus Urlaub & Unterricht ausgesucht?
Und weshalb?
Wien. Aus purem Zufall. Wenn du willst, erkläre
ich es dir ... Ich suchte einen Intensivkurs, um mein
Deutsch zu verbessern, da ich im September das 5. Jahr
der Escuela Oficial bestehen wollte. Ich war überzeugt
davon, dass ich bei einem Teil im Juni durchfallen würde,
und so begann ich Mitte April im Internet nach einer
Stadt im deutschsprachigen Raum mit Flair und Sommerkursen
zu suchen. Zusätzlich erzählte ich einigen
Leuten von meinen Plänen und nach einiger Zeit
schickte mir ein Schulkollege eine E-mail mit Informationen
zu einer Schule in Wien. Ich schaute mir daraufhin ihre
Homepage an und bat sie um Auskunft zu den Kursen und
Preisen. Man antwortete mir schnell und seriös
und Mitte Mai buchte ich einen Kurs, der von 8. bis
19. August stattfinden sollte.
Worin bestand der Unterricht?
Ich hatte täglich 6 Stunden Unterricht, immer vormittags
und mit 3 verschiedenen LehrerInnen: Grammatik, Konversation
und Intensivkurs. Die Gruppen bestanden aus zirka 10
Personen, die gleiches Sprachniveau hatten. Bei der
Anmeldung wurde dieses Niveau anhand eines Tests festgestellt.
Glücklicherweise war der Grammatikunterricht sehr
dynamisch. Er setzte sich aus einer Wiederholung von
generellen grammatikalischen Themen zusammen und unsere
aktive Teilnahme war wirklich gefragt.
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Wir mussten selbst Beispiele finden
und daran orientierte sich dann der Unterricht.
In den Konversationsstunden wurde jede Woche ein
Thema behandelt. Aber am besten war der Unterricht
im Intensivkurs, wo die Gruppen kleiner sind, da
die Mehrheit der StudentInnen nur einen Standardkurs
macht. Er war sehr unterhaltsam und abwechslungsreich.
Ich hatte 2 exzellente Lehrer, jede Woche einen
anderen. Am ersten Tag wurden wir gefragt, welchen
sprachlichen Aspekt wir vertiefen wollten. Da mein
größtes Problem das Leseverstehen war,
nannte ich diesen Punkt, andere baten um Konversation
oder Redewendungen. Texte, Lieder, Gedichte, Spiele,
Dialoge ... es war wirklich unterhaltsam. Wir übersetzten
sogar ein Sangría-Rezept, das ich mitgebracht
hatte.
An dieser Stelle muss auch erwähnt werden,
wie interessant die kulturelle Vielfalt in den Klassen
war. Jeder sprach über sein Land und anhand
einiger Aspekte (Erziehung, Ausbildung, Arbeit,
Kulturelles) wurden die Unterschiede zwischen den
einzelnen Kulturen analysiert. |
| Am Naschmarkt findet man allerlei Gesundes
und es ist ein empfehlenswerter Ort im Zentrum von
Wien, wo man sich mit Essen eindecken kann. |
Du warst nur kurze Zeit in Wien. Glaubst du, dass
der "akademische Teil" deines Urlaubs ausreichend
war? Hast du dich sprachlich verbessert?
Es ist wahr, dass 15 Tage wenig Zeit sind, um eine Sprache
zu verbessern, aber in meinem Fall hat es sich gelohnt.
Ich habe Fortschritte gemacht. Erstens, weil du Deutsch
nicht nur im Unterricht lernst. Meine Kurskollegen kamen
aus den unterschiedlichsten Ländern, es gab wenige
SpanierInnen und in der Gruppe war Deutsch unsere einzige
gemeinsame Sprache. Deshalb waren wir ständig in
Übung. Ich spreche perfekt Französisch und
Englisch - wenn es sein muss, kann ich mich auch auf
Italienisch verständigen - aber ich zwang mich
dazu, nur deutsch zu sprechen. Dafür war ich schlussendlich
doch nach Wien gekommen! Irgendwann gewöhnt man
sich auch daran. Ich erinnere mich an einen Tag, ich
war schon zirka eine Woche dort, da fragte mich jemand
etwas auf Englisch. Obwohl ich diese Sprache viel besser
beherrsche als Deutsch, war ich unfähig zu antworten.
Ich begann mit "yes... aber..." und fühlte
mich komisch.
Sprechen wir jetzt über den unterhaltsamen
Teil. Was hat dir in Wien am besten gefallen?
Nun, ein weiterer Pluspunkt der Schule war, dass jeden
Abend um zirka 20 Uhr Aktivitäten organisiert wurden.
Auf diese Weise konnten sowohl die StudentInnen, die
vormittags Unterricht hatten, als auch die vom Nachmittag,
teilnehmen. Es gab ein Wochenprogramm, das man am Montag
bekam und sehr empfehlenswert war, da man so am einfachsten
mit den Leuten in Kontakt kommen konnte. In den ersten
Tagen kennt man niemanden und man kann sich ein bisschen
verloren fühlen.
Schon bei der ersten Aktivität, an der ich teilnahm
- einem Besuch der Donauinsel - lernte ich eine Menge
Leute kennen, mit denen ich auch später etwas unternahm.
Diese Insel liegt mitten in der Donau und es gibt unzählige
Bars, Restaurants und Diskotheken dort.
Wir begannen unseren Besuch mit einem
Bier in einer Strandbar und endeten schließlich
in einer Diskothek, wo wir mit den LehrerInnen tanzten.
Ich muss schon sagen, ich genoss jede Minute meines
Urlaubs.
Ich aß auf dem Naschmarkt, einem Wiener Markt
mit besonderem Ambiente. Das ist ein bunter Ort mit
Obst- und Gemüseläden, Fisch- und Fleischhändlern
und internationalen Restaurants. Ich verlief mich in
der Stadt, als ich das Hundertwasser Haus suchte, und
stieß dabei auf einen künstlichen Sandstrand
im Herzen von Wien. Er liegt an einem Kanal der Donau,
wo man zwar nicht baden kann, wo aber "die Schönen
der Stadt" in ihren Strandliegen und mit der aktuellsten
Musik im Ohr Sonne und Bier genießen. Ich war
total überrascht.
Nachdem ich viel herumgerannt war, fand ich schließlich
auch das Hundertwasser Haus. Ich freute mich wirklich
sehr, denn ich hatte ein Jahr zuvor in meinem Kursbuch
darüber gelesen und nun stand ich plötzlich
selbst vor diesem Gebäude. Das Haus wurde 1986
im Zeichen der Moderne vom österreichischen Architekten
Friedensreich Hundertwasser erbaut. Er wollte sich damit
gegen die Ausdruckslosigkeit der Wiener Bauten auflehnen.
Mit seinen bunten, unregelmäßigen und mit
Keramik geschmückten Wänden, mit seinen Fenstern
in verschiedenen Größen und den Bäumen
und Pflanzen, die aus allen Ecken des Hauses wachsen,
scheint es direkt aus einer Märchenwelt zu sein.
Es ist wirklich spektakulär! Und wenige Schritte
davon entfernt besuchte ich das Kunsthaus, ein wunderschönes
öffentliches Gebäude im gleichen Stil.
Hattest du Zeit, um die Umgebung
Wiens zu erkunden?
An einem Freitagabend traf ich zufällig einen
Kollegen aus Barcelona, der am folgenden Tag einen
Ausflug in einige Dörfer im Donautal geplant
hatte. Ich musste zwar früh aufstehen, doch
es zahlte sich aus. Wir besuchten 3 Orte: Melk,
ein wunderschönes Barock-Dorf mit seinem berühmten
Stift. Nach dem Mittagessen fuhren wir dann mit
dem Schiff weiter nach Dürnstein. Dort liefen
alle außer mir zu den Ruinen einer Burg hinauf,
während ich durch den herrlichen Ort spazierte,
der mich an ähnliche Plätze in Südspanien
und ihre blumengeschmückten, weißen Häuser
erinnerte. Die Spezialitäten der Region waren
Produkte aus Marillen: Seifen, Liköre ... In
einem Fenster bemerkte ich eine alte Frau, die neben
diesen Produkten auch kleine Bücher über
ihr Leben verkaufte. Ich nahm ihre "Erinnerungen
an die Jugend" mit.
Als meine KollegInnen von der Ruine zurückkehrten,
setzten wir unseren Ausflug mit dem Zug fort. In
Krems, einem anderen Ort im Donautal, aßen
wir in einem typischen Lokal, einem Heurigen, zu
Abend. |
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Wien gleicht anderen europäischen
Hauptstädten, doch sein Flair und seine Geschichte
unterscheiden es von den anderen.
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Wir saßen auf soliden Holzbänken im
Freien, genossen die Spezialitäten der Region
(Würstel, Pasteten,...), sowie einen guten
Weißwein und unterhielten uns angeregt.
Wie durch ein Wunder erwischten wir den letzten
Zug, der mich schließlich um 23 Uhr - todmüde
aber glücklich - nach Hause brachte.
Erzähl uns noch ein bisschen mehr über
die Freizeitaktivitäten!
Ich werde jenen Nachmittag nicht vergessen, als
ich mich mit meinen Bekannten im Prater traf.
In diesem berühmten Wiener Vergnügungspark
fuhr ich eine Runde mit dem Riesenrad. Es erschien
mir für 7,5 Euro zwar sehr teuer, aber angesichts
der guten Aussicht und der Tatsache, dass es eines
der ältesten Riesenräder der Welt ist,
lohnt es sich wirklich.
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Was kannst du uns über die Unterkunft erzählen?
Ich konnte zwischen einem Zimmer bei einer Gastfamilie,
in einer Studentenresidenz oder in einem Appartement
wählen. Ich entschied mich für letzteres.
Die Wohnung war modern, gut ausgestattet und nur 5 Minuten
zu Fuß von der Schule entfernt. Für die,
die es sich leisten können, kann ich das Studentenappartement
oder die -residenz wirklich empfehlen. In einer Wohnung
hast du Kollegen, so wie in einer Residenz, und wenn
du am Abend ausgehst, musst du nicht allein heimfahren.
Die einzige Studentin, die bei einer Familie lebte,
war ein spanisches Mädchen. Sie wohnte ein wenig
außerhalb bei einer älteren Dame, die nie
zu Hause war, und abends hatte sie immer Probleme mit
dem Heimfahren. Wir anderen konnten zusammen ein Taxi
nehmen oder auf den Nachtautobus warten.
Die Zeit in Wien erschien mir, als würde ich wieder
in die Schule gehen. Aber dieses Mal als Erwachsene.
Es war schlichtweg eine schöne Zeit für Junge
und Junggebliebene...
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Die Homepage von Actilingua ist ein toller
Informationspunkt für alle Altersgruppen. Es
finden sich sowohl Auskünften zu den Kursen,
Unterkünften und Flügen als auch Platz,
um sein Deutsch zu üben und sich auszutauschen.
Vergiss nicht oben jene Sprache zu wählen,
in der du dich fit fühlst und alles verstehen
kannst. |
Vielen Dank, Magdalena! Du hast uns gezeigt, wie
man einen wunderbaren Urlaub mit etwas Nützlichem,
dem Erlernen einer anderen Sprache - woran wir das ganze
Jahr hart arbeiten - verbinden kann. Eine letzte Frage
noch: Wie können wir mit dieser Schule Kontakt
aufnehmen?
Klar, schaut einfach auf die Homepage www.actilingua.com.
Zusätzlich findet ihr hier auch meine E-mail-Adresse,
falls ihr noch Fragen habt. magda_velazquez@yahoo.es
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