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VIENA....Turismo, risas...y clases de alemán.

von José L. Fernández.

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Wien - Tourismus, Spaß ... und Deutschunterricht

Hallo Magdalena! Ist es wahr, dass du etwas gelernt und dich aber gleichzeitig wie im Urlaub gefühlt hast?
Genau das wollte ich machen. Allerdings hatte ich einige Tage vor der Abreise Zweifel daran, als mir bewusst wurde, dass ich 6 Stunden Unterricht pro Tag haben würde. Ich dachte, mir würden wenig Zeit und Lust bleiben, um meinen Urlaub zu genießen.

Welche Stadt hast du dir für diese interessante Kombination aus Urlaub & Unterricht ausgesucht? Und weshalb?
Wien. Aus purem Zufall. Wenn du willst, erkläre ich es dir ... Ich suchte einen Intensivkurs, um mein Deutsch zu verbessern, da ich im September das 5. Jahr der Escuela Oficial bestehen wollte. Ich war überzeugt davon, dass ich bei einem Teil im Juni durchfallen würde, und so begann ich Mitte April im Internet nach einer Stadt im deutschsprachigen Raum mit Flair und Sommerkursen zu suchen. Zusätzlich erzählte ich einigen Leuten von meinen Plänen und nach einiger Zeit schickte mir ein Schulkollege eine E-mail mit Informationen zu einer Schule in Wien. Ich schaute mir daraufhin ihre Homepage an und bat sie um Auskunft zu den Kursen und Preisen. Man antwortete mir schnell und seriös und Mitte Mai buchte ich einen Kurs, der von 8. bis 19. August stattfinden sollte.

Worin bestand der Unterricht?
Ich hatte täglich 6 Stunden Unterricht, immer vormittags und mit 3 verschiedenen LehrerInnen: Grammatik, Konversation und Intensivkurs. Die Gruppen bestanden aus zirka 10 Personen, die gleiches Sprachniveau hatten. Bei der Anmeldung wurde dieses Niveau anhand eines Tests festgestellt. Glücklicherweise war der Grammatikunterricht sehr dynamisch. Er setzte sich aus einer Wiederholung von generellen grammatikalischen Themen zusammen und unsere aktive Teilnahme war wirklich gefragt.

Wir mussten selbst Beispiele finden und daran orientierte sich dann der Unterricht. In den Konversationsstunden wurde jede Woche ein Thema behandelt. Aber am besten war der Unterricht im Intensivkurs, wo die Gruppen kleiner sind, da die Mehrheit der StudentInnen nur einen Standardkurs macht. Er war sehr unterhaltsam und abwechslungsreich. Ich hatte 2 exzellente Lehrer, jede Woche einen anderen. Am ersten Tag wurden wir gefragt, welchen sprachlichen Aspekt wir vertiefen wollten. Da mein größtes Problem das Leseverstehen war, nannte ich diesen Punkt, andere baten um Konversation oder Redewendungen. Texte, Lieder, Gedichte, Spiele, Dialoge ... es war wirklich unterhaltsam. Wir übersetzten sogar ein Sangría-Rezept, das ich mitgebracht hatte.
An dieser Stelle muss auch erwähnt werden, wie interessant die kulturelle Vielfalt in den Klassen war. Jeder sprach über sein Land und anhand einiger Aspekte (Erziehung, Ausbildung, Arbeit, Kulturelles) wurden die Unterschiede zwischen den einzelnen Kulturen analysiert.
Am Naschmarkt findet man allerlei Gesundes und es ist ein empfehlenswerter Ort im Zentrum von Wien, wo man sich mit Essen eindecken kann.

Du warst nur kurze Zeit in Wien. Glaubst du, dass der "akademische Teil" deines Urlaubs ausreichend war? Hast du dich sprachlich verbessert?
Es ist wahr, dass 15 Tage wenig Zeit sind, um eine Sprache zu verbessern, aber in meinem Fall hat es sich gelohnt. Ich habe Fortschritte gemacht. Erstens, weil du Deutsch nicht nur im Unterricht lernst. Meine Kurskollegen kamen aus den unterschiedlichsten Ländern, es gab wenige SpanierInnen und in der Gruppe war Deutsch unsere einzige gemeinsame Sprache. Deshalb waren wir ständig in Übung. Ich spreche perfekt Französisch und Englisch - wenn es sein muss, kann ich mich auch auf Italienisch verständigen - aber ich zwang mich dazu, nur deutsch zu sprechen. Dafür war ich schlussendlich doch nach Wien gekommen! Irgendwann gewöhnt man sich auch daran. Ich erinnere mich an einen Tag, ich war schon zirka eine Woche dort, da fragte mich jemand etwas auf Englisch. Obwohl ich diese Sprache viel besser beherrsche als Deutsch, war ich unfähig zu antworten. Ich begann mit "yes... aber..." und fühlte mich komisch.

Sprechen wir jetzt über den unterhaltsamen Teil. Was hat dir in Wien am besten gefallen?
Nun, ein weiterer Pluspunkt der Schule war, dass jeden Abend um zirka 20 Uhr Aktivitäten organisiert wurden. Auf diese Weise konnten sowohl die StudentInnen, die vormittags Unterricht hatten, als auch die vom Nachmittag, teilnehmen. Es gab ein Wochenprogramm, das man am Montag bekam und sehr empfehlenswert war, da man so am einfachsten mit den Leuten in Kontakt kommen konnte. In den ersten Tagen kennt man niemanden und man kann sich ein bisschen verloren fühlen.
Schon bei der ersten Aktivität, an der ich teilnahm - einem Besuch der Donauinsel - lernte ich eine Menge Leute kennen, mit denen ich auch später etwas unternahm. Diese Insel liegt mitten in der Donau und es gibt unzählige Bars, Restaurants und Diskotheken dort.

Wir begannen unseren Besuch mit einem Bier in einer Strandbar und endeten schließlich in einer Diskothek, wo wir mit den LehrerInnen tanzten.
Ich muss schon sagen, ich genoss jede Minute meines Urlaubs.

Ich aß auf dem Naschmarkt, einem Wiener Markt mit besonderem Ambiente. Das ist ein bunter Ort mit Obst- und Gemüseläden, Fisch- und Fleischhändlern und internationalen Restaurants. Ich verlief mich in der Stadt, als ich das Hundertwasser Haus suchte, und stieß dabei auf einen künstlichen Sandstrand im Herzen von Wien. Er liegt an einem Kanal der Donau, wo man zwar nicht baden kann, wo aber "die Schönen der Stadt" in ihren Strandliegen und mit der aktuellsten Musik im Ohr Sonne und Bier genießen. Ich war total überrascht.
Nachdem ich viel herumgerannt war, fand ich schließlich auch das Hundertwasser Haus. Ich freute mich wirklich sehr, denn ich hatte ein Jahr zuvor in meinem Kursbuch darüber gelesen und nun stand ich plötzlich selbst vor diesem Gebäude. Das Haus wurde 1986 im Zeichen der Moderne vom österreichischen Architekten Friedensreich Hundertwasser erbaut. Er wollte sich damit gegen die Ausdruckslosigkeit der Wiener Bauten auflehnen. Mit seinen bunten, unregelmäßigen und mit Keramik geschmückten Wänden, mit seinen Fenstern in verschiedenen Größen und den Bäumen und Pflanzen, die aus allen Ecken des Hauses wachsen, scheint es direkt aus einer Märchenwelt zu sein. Es ist wirklich spektakulär! Und wenige Schritte davon entfernt besuchte ich das Kunsthaus, ein wunderschönes öffentliches Gebäude im gleichen Stil.

Hattest du Zeit, um die Umgebung Wiens zu erkunden?
An einem Freitagabend traf ich zufällig einen Kollegen aus Barcelona, der am folgenden Tag einen Ausflug in einige Dörfer im Donautal geplant hatte. Ich musste zwar früh aufstehen, doch es zahlte sich aus. Wir besuchten 3 Orte: Melk, ein wunderschönes Barock-Dorf mit seinem berühmten Stift. Nach dem Mittagessen fuhren wir dann mit dem Schiff weiter nach Dürnstein. Dort liefen alle außer mir zu den Ruinen einer Burg hinauf, während ich durch den herrlichen Ort spazierte, der mich an ähnliche Plätze in Südspanien und ihre blumengeschmückten, weißen Häuser erinnerte. Die Spezialitäten der Region waren Produkte aus Marillen: Seifen, Liköre ... In einem Fenster bemerkte ich eine alte Frau, die neben diesen Produkten auch kleine Bücher über ihr Leben verkaufte. Ich nahm ihre "Erinnerungen an die Jugend" mit.
Als meine KollegInnen von der Ruine zurückkehrten, setzten wir unseren Ausflug mit dem Zug fort. In Krems, einem anderen Ort im Donautal, aßen wir in einem typischen Lokal, einem Heurigen, zu Abend.
Wien gleicht anderen europäischen Hauptstädten, doch sein Flair und seine Geschichte unterscheiden es von den anderen.

 

Wir saßen auf soliden Holzbänken im Freien, genossen die Spezialitäten der Region (Würstel, Pasteten,...), sowie einen guten Weißwein und unterhielten uns angeregt. Wie durch ein Wunder erwischten wir den letzten Zug, der mich schließlich um 23 Uhr - todmüde aber glücklich - nach Hause brachte.

Erzähl uns noch ein bisschen mehr über die Freizeitaktivitäten!
Ich werde jenen Nachmittag nicht vergessen, als ich mich mit meinen Bekannten im Prater traf. In diesem berühmten Wiener Vergnügungspark fuhr ich eine Runde mit dem Riesenrad. Es erschien mir für 7,5 Euro zwar sehr teuer, aber angesichts der guten Aussicht und der Tatsache, dass es eines der ältesten Riesenräder der Welt ist, lohnt es sich wirklich.

Was kannst du uns über die Unterkunft erzählen?
Ich konnte zwischen einem Zimmer bei einer Gastfamilie, in einer Studentenresidenz oder in einem Appartement wählen. Ich entschied mich für letzteres. Die Wohnung war modern, gut ausgestattet und nur 5 Minuten zu Fuß von der Schule entfernt. Für die, die es sich leisten können, kann ich das Studentenappartement oder die -residenz wirklich empfehlen. In einer Wohnung hast du Kollegen, so wie in einer Residenz, und wenn du am Abend ausgehst, musst du nicht allein heimfahren. Die einzige Studentin, die bei einer Familie lebte, war ein spanisches Mädchen. Sie wohnte ein wenig außerhalb bei einer älteren Dame, die nie zu Hause war, und abends hatte sie immer Probleme mit dem Heimfahren. Wir anderen konnten zusammen ein Taxi nehmen oder auf den Nachtautobus warten.

Die Zeit in Wien erschien mir, als würde ich wieder in die Schule gehen. Aber dieses Mal als Erwachsene. Es war schlichtweg eine schöne Zeit für Junge und Junggebliebene...

Die Homepage von Actilingua ist ein toller Informationspunkt für alle Altersgruppen. Es finden sich sowohl Auskünften zu den Kursen, Unterkünften und Flügen als auch Platz, um sein Deutsch zu üben und sich auszutauschen. Vergiss nicht oben jene Sprache zu wählen, in der du dich fit fühlst und alles verstehen kannst.

Vielen Dank, Magdalena! Du hast uns gezeigt, wie man einen wunderbaren Urlaub mit etwas Nützlichem, dem Erlernen einer anderen Sprache - woran wir das ganze Jahr hart arbeiten - verbinden kann. Eine letzte Frage noch: Wie können wir mit dieser Schule Kontakt aufnehmen?

Klar, schaut einfach auf die Homepage www.actilingua.com. Zusätzlich findet ihr hier auch meine E-mail-Adresse, falls ihr noch Fragen habt. magda_velazquez@yahoo.es



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