Du fragst dich vielleicht: Wie lange dauert es, Deutsch zu lernen?
Was ist der schnellste Weg, um Deutsch zu lernen?
Wie lernt man am besten eine Fremdsprache?

Wir haben für dich die 15 effektivsten Tipps zum Deutschlernen gesammelt.

Die besten Tipps zum Deutschlernen

1. Erstelle einen Lernplan und lege Ziele fest

Deutsch lernt man nicht einfach so im Vorbeigehen. Deshalb solltest zu dir zu Beginn einmal einen Überblick verschaffen und den Lernstoff in kleine Portionen aufteilen. Erstelle dafür Listen mit Themen, die zu bearbeiten sind und bestimme, wann du was angehen möchtest. Versuche dabei realistisch zu bleiben und keine zu hohen Anforderungen an dich zu stellen. Ein Lernplan dient außerdem als eine Art Leistungskontrolle und hilft dir dabei, die verfügbare Zeit besser zu managen. Wichtig ist, dass du dir auch überlegst, warum du überhaupt Deutsch lernen möchtest. Schreibe deine Ziele und Motivationsgründe ruhig auf ein Blatt Papier. Immer wenn du mal wieder gar keine Lust zum Lernen hast, kannst du einen Blick darauf werfen.

2. Lerne regelmäßig, um dein Deutsch zu verbessern

Wer kennt das nicht: An manchen Tagen hat man einfach keine Lust zu Lernen. An anderen wiederum sitzt man stundenlang vor Vokabeln und Grammatik. Dabei ist es wichtig, regelmäßig zu lernen. Mache lieber öfter kürzere Lerneinheiten und versuche, dich dabei wirklich nur auf deine Unterlagen zu konzentrieren. Auf der Seite deutsch-lernen.com kannst du dich online (und gratis!) durch Deutschlektionen klicken. Nimm dir zum Beispiel jeden Tag eine kurze Grammatiklektion vor und mach Übungen dazu. Deine Deutschkenntnisse werden sich schneller verbessern, wenn du jeden Tag eine Stunde lernst, anstatt einmal in der Woche für fünf Stunden.

3Beseitige alle möglichen Störfaktoren während dem Lernen 

Endlich hast du all deine Lernutensilien vorbereitet und willst mit dem Lernen beginnen. Da bimmelt aber auch schon wieder dein Smartphone. Die beste Freundin will wissen, was heute in der Schule los war. Klar, darauf musst du erst einmal antworten und das Lernen wird nach hinten verschoben. Lass es daher gar nicht so weit kommen! Schalte vor dem Lernen dein Handy aus und gib deinen Freunden Bescheid, dass du erst in einer Stunde wieder erreichbar bist. Beseitige alle Störfaktoren, die dich vom Lernen abhalten. Auch wenn es anfangs schwer fällt, wirst du bald bemerken, dass auf einmal viel mehr hängen bleibt.

4. Lerne deutsche Vokabeln immer gleich mit den Artikeln

Wahrscheinlich hast du schon bemerkt, dass die Artikel im Deutschen sehr wichtig sind. Daher solltest du sie beim Vokabellernen immer gleich mitlernen. Es heißt also nicht einfach „Haus“ sondern „das Haus“. Wenn du schon von Anfang an die Wörter mit den Artikeln lernst, bleiben dir später viele Probleme erspart. Übrigens ist es empfehlenswert, auch gleich die Pluralform zu lernen. Dann heißt es also „das Haus“ und „die Häuser“.

5. Gestalte dir praktische Lernhilfen zum Deutschlernen

Zuerst schreibst du Vokabeln oder wichtige Merksätze auf ein Blatt Papier. Du kannst dafür ein Post-it oder auch ein großes Plakat verwenden. Ganz, wie es dir gefällt. Diese Zettel verteilst du dann in deiner Wohnung. Am besten an Orten, an denen du dich oft aufhältst. Zum Beispiel: Neben der Kaffeemaschine, über dem Herd, auf der Toilette oder auf dem Spiegel. Immer wenn du gerade an einem dieser Orte bist, wirst du automatisch einen Blick auf die zu lernenden Vokabel werfen. Du wirst überrascht sein, wie gut das funktioniert!

6. Bau dir Eselsbrücken und trickse damit dein Gehirn aus

Oft gibt es Vokabel, Regeln oder Phrasen, die einfach nicht in deinen Kopf wollen. Egal wie oft du versuchst, sie dir einzuprägen, am nächsten Tag kannst du dich nicht mehr daran erinnern. Mit Eselsbrücken lernt es sich leichter. Sie sind nichts anderes als einfache Merksätze oder kleine sprachliche Umwege, die uns dabei helfen, Gelerntes auch nicht mehr zu vergessen. Du kannst dir zu besonders schwierigen Vokabeln auch kleine Geschichten ausdenken, die dich zu dem Wort hinführen.

Beispiel für eine Eselsbrücke: Sei doch schlau und merk dir bloß: Nomen schreibt man immer groß!

7. Erleichtere dir das Lernen mit Skizzen und Notizen

Jeder von uns hat ein anderes Lernverhalten und eine bestimmte Strategie, wie er an das Lernen einer Sprache herangeht. Oft kann es aber helfen, Dinge zu visualisieren. Zeichne dir Wörter oder Zusammenhänge auf und mache dir Notizen bei Punkten, die dir nicht ganz klar erscheinen. Arbeite dabei ruhig mit unterschiedlichen Farben oder Karteikärtchen. Damit regst du deine Vorstellungskraft an und lenkst die Aufmerksamkeit auf das Wichtige. Visualisierungen machen komplexe Aussagen schneller und einfacher erfassbar. Sie verschaffen dir außerdem eine bessere Übersicht. Denke an die deutsche Grammatik, die bereitet nicht nur Kopfzerbrechen, sondern ist noch dazu ganz schön umfangreich. Du könntest sie deshalb in verschiedene Untergruppen zerlegen, die du farblich unterscheidest. Nimm dir dann einen Text zur Hand und unterstreiche die Wörter je nach Zugehörigkeit mit der richtigen Farbe.

Zum Beispiel:

  1. Nomen – blau
  2. Verben – rot
  3. Adjektive – grün

8. Verwende einen Textmarker und hebe Wichtiges hervor

Das Markieren von wesentlichen Stellen in Lerntexten ist durchaus sinnvoll. Dadurch machst du dir bewusst, was wichtig ist und verbesserst somit deine Erinnerungsleistung. Das Wiederholen von bereits Gelerntem wird dir viel leichter fallen – das erhöht auch den Spaßfaktor. Wer freut sich denn nicht über schnellere Lerneffekte? Aber Achtung, denn hier gilt: Weniger ist mehr! Wenn du den gesamten Deutschtext anmalst, war’s das mit dem schnelleren Lerneffekt.

9. Gönne deinem Gehirn auch mal eine Verschnaufpause

Nach einer intensiven Lernphase von 40 – 50 Minuten empfiehlt es sich, einmal alles beiseite zu legen und neue Energie zu tanken. Sieh eine Pause nicht als „verlorene“ Zeit, denn das bisher Gelernte muss erst einmal verarbeitet werden, bevor dein Gehirn mit neuen Informationen zugeschüttet werden kann. Gehe für ein paar Minuten an die frische Luft oder mach das Fenster auf. Dadurch wird dein Gehirn mit Sauerstoff versorgt und du kannst dich wieder besser konzentrieren. Wichtig: Vergiss nicht auf das Trinken während dem Lernen. 

10. Schaue Filme & Serien auf Deutsch

Beim Fernsehen gleichzeitig lernen? Ja, das funktioniert. Im Zeitalter der DVDs und Video-on-Demand-Anbieter können Filme und Serien als abwechslungsreiche Lernmethode genutzt werden. Überprüfe zuerst, in welcher Sprache die Angebote vorhanden sind und sieh dir dann deine Lieblingsserie auf Deutsch an. Stelle dabei den Untertitel in deiner Muttersprache ein. Somit wandert der Wortschatz in dein Gedächtnis – ohne, dass du dich dabei außerordentlich anstrengen musst. Das Coolste daran ist: Du trainierst dabei das Hören, das Verstehen und sogar deine Aussprache und bekommst dabei ein Gefühl für die Fremdsprache.

11. Höre deutsches Radio und lerne von Liedern

Klar braucht es Lehrbücher und intensive Grammatikeinheiten, aber um dein Hörverständnis zu trainieren, musst du nicht ständig an deinem Schreibtisch sitzen. Für dein Gehör ist es wichtig, dass du dich mit dem Klang und der Aussprache vertraut machst. Egal ob beim Kochen, am Weg zur Uni oder beim Sport: Schalte das Radio ein und gewöhne deine Ohren an die deutsche Sprache. Falls in deinem Radioprogramm kein deutscher Sender zu finden ist, dann nutze das Internetradio. Hier findest du Sender in so gut wie allen Sprachen. Die meisten davon werden sogar live übertragen und sind kostenlos. Wenn du in Zukunft einmal ein deutsches Lied hörst, das dir gefällt und dich neugierig macht, dann achte darauf, was du bereits verstehst oder worum es in dem Lied geht. Übersetze Vokabeln oder Phrasen, die du nicht kennst und versuche, Zusammenhänge herzustellen. Mit der Zeit wirst du mehr und mehr von Liedern oder Radionachrichten verstehen und somit mehr über das Land und die Kultur verstehen.

Hier geht es zum österreichischen Rundfunk!

12. Tausche dich mit Menschen aus, die Deutsch sprechen

Hast du jemanden in deinem Familien- oder Freundeskreis, der Deutsch als Muttersprache spricht? Dann vereinbare Treffen oder starte eine Brieffreundschaft. Falls nicht, dann nutz doch die Vorteile der sozialen Netzwerke. Dort findest du mit Sicherheit einige Gruppen oder Foren, die sich mit Deutsch als Fremdsprache befassen. Vielleicht ergeben sich dadurch noch andere tolle Möglichkeiten, um an deinen Deutschkenntnissen zu feilen. Was du auf jeden Fall tun kannst, ist diesen Gruppen beizutreten und als Nutzer aktiv zu werden. Stelle Fragen oder hol dir hilfreiche Tipps. Der Sinn dieser Gruppen liegt ja darin, sich untereinander auszutauschen oder auch weiterzuhelfen, wenn man selber keine Lösung parat hat.

13. Habe keine Angst vor Fehlern

Es ist noch kein Sprachgenie vom Himmel gefallen. Beim Erlernen einer Sprache hilft es kaum, nur Theorien auswendig zu lernen. Man muss eine Sprache auch sprechen und dabei passieren nun mal Fehler. Als Kind musstest du das Sprechen auch erst erlernen und hast sicherlich oft Buchstaben vertauscht oder Begriffen eine ganz neue Bezeichnung gegeben. Menschen aus anderen Ländern freuen sich bereits über dein Interesse an ihrer Sprache und werden dir kleine Sprachfehler gerne verzeihen. Wichtig ist, dass du bereit bist, aus Fehlern zu lernen – und beim nächsten Mal weißt du es besser.

14. Belohne dich nach einer Deutsch-Lerneinheit

Schon wieder ein Kapitel abgeschlossen? Sehr gut! Verwöhne dich mit einem Stück Schokolade, einer Tasse Tee oder einem wohlverdienten Nickerchen auf der Couch. Du darfst dich über deine Leistung freuen, auch wenn an einem Tag mehr voran geht als an einem anderen. Dadurch wird das Lernen im Unterbewusstsein mit etwas Positivem verknüpft und du wirst dich in Zukunft besser zum Lernen motivieren können.

15. Mache eine Sprachreise nach Wien und lerne von Einheimischen

Der beste und effektivste Weg, eine Sprache zu lernen, ist immer noch eine Reise in ein Land, in dem sie als Muttersprache gesprochen wird. Dort bist du den ganzen Tag von der Sprache umgeben und erlebst sie in ihrem kulturellen Kontext. Wien eignet sich nicht nur aufgrund seiner zentralen Lage in Europa und der Tatsache, dass hier Hochdeutsch gesprochen wird, sondern auch aufgrund seiner hohen Lebensqualität und seines vielfältigen Kultur- und Freizeitangebots. An der ActiLingua Academy hast du die Möglichkeit, aus einer Vielzahl an Kursen auszuwählen, die deinem Sprachlevel entsprechen und gleichzeitig eine für dich passende Unterkunft zu finden. Dazu zählt natürlich auch die Unterbringung in Gastfamilien, die sich darauf freuen, Studenten aus aller Welt zu empfangen und ihnen die österreichische Kultur etwas näher vorzustellen. Das Schöne an einer Sprachreise ist, dass man ständig im Austausch mit Menschen ist und dadurch ganz unterschiedliche Kulturen kennen lernt. Es ist eine tolle Gelegenheit, um sich selbst wieder ein bisschen besser kennenzulernen, die eigenen Stärken und Schwächen herauszufinden und sich auf ein anderes Umfeld einzulassen. Und wer weiß, vielleicht eröffnen sich dadurch ganz neue Wege.  



Möchtest du noch mehr über Wien oder die ActiLingua Academy erfahren, dann besuche uns auf unserer Website oder lass dich von den Erfahrungen anderer Studenten inspirieren.